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Berichte aus der Handball-Abteilung

Souveräner Kantersieg nach zwischenzeitlichem Durchhänger

Vergangenen Sonntag gastierten die Handballer der TG Kastel beim designierten Absteiger aus Eddersheim und konnten dank eines 23:35 (14:16) Erfolgs auf Rang fünf der Tabelle klettern.

Der Start in die Partie ging klar an die Gäste. Zwar konnte Eddersheim bis zum 2:2 noch mithalten, doch im Anschluss drehte Kastel mächtig auf. Aus einer stabilen Deckung heraus spielte man mit viel Tempo nach vorne und zeigte sich in der Chancenverwertung besonders effizient. Herausragender Akteur in der Anfangsphase war Felix Holtkötter, der sieben seiner acht Treffer schon nach 13 Minuten erzielte. Beim Stand von 3:9 sah sich der Gegner schon zu einer frühen Auszeit gezwungen.

Diese Führung hatte auch bis zum 7:13 bestand. Durch einige personelle Umstellungen im Kasteler Team kam nun ein leichter Bruch ins Spiel. Insbesondere im Zentrumsblock stimmte nun zu häufig die Absprache nicht und der Gegner kam zu leichten Toren. die versetzte 5:1 gegen Holtkötter und die zunehmende Härte im Spiel zeigte nun auch ihre Wirkung. Das Kasteler Angriffsspiel wurde immer fahriger und sauber rausgespielte Torchancen waren Mangelware. Gegen Ende der ersten Halbzeit musste Kastel dann auch den Verlust von Tim Grzeschik verkraften, der in Folge eines rüden Fouls mit Nacken- und Rückenschmerzen ausfiel. Immerhin wurde diese Aktion zu Recht mit einer roten Karte geahndet. Doch der Gegner schaffte es, bis zur Pause auf 14:16 zu verkürzen und die Partie war wieder offen.

Die ersten zehn Minuten der zweiten Hälfte begegneten sich beide Teams auf Augenhöhe. Zwar konnte Kastel immer einen Treffer vorlegen, doch Eddersheim antwortete meist postwendend. Doch in den folgenden Minuten war es Panzer, der die Räume im Zentrum für sich nutzen konnte, um binnen kürzester Zeit drei Treffer in Serie erzielen konnte. Auch ein Time Out des gegners konnte nun nicht mehr verhindern, dass das Pendel nun zu Gunsten der Kasteler umgeschlagen ist. der Gegner versuchte mit einer doppelten Manndeckung Unruhe ins Kasteler Spiel zu bringen. Doch man schaffte es immer wieder, freie Chancen zu erspielen. Auch Rechtsaußen Sebastian Fischer konnte mit einen vier Treffern eine gute Wurfausbeute verzeichnen. Da man auch die Defensive deutlich stabilisieren konnte, kassierte man gerade einmal vier Treffer in den letzten 20 Minuten. am Ende stand ein verdienter 23:35 Erfolg zu Buche.

In den drei letzten Spielen einer bislang sehr guten Saison möchte die Mannschaft versuchen, diesen fünften Tabellenplatz zu sichern. Mit der MSG Linden gastiert am Sonntag um 17:30 Uhr der aktuelle zweitplatzierte in der Leuschner Halle. Nachdem man sich im Hinspiel stark geschwächt 26:18 geschlagen geben musste, möchte man versuchen, den positiven Trend der letzten Spiele fortzusetzen.

TG Kastel: Schiebeler, Finger (im Tor); S. Fischer (4), Hohmann (1), Holtkötter (8), Panzer (6), Krause (3), T. Fischer (4/2), Büscher (4), Hartmann (1), Grzeschik (3/1), Munck (1)

(Tobias Fischer)

Nach fünf Niederlagen in Serie konnten die Handballer der TG Kastel endlich wieder einen Sieg verbuchen. Vor eigenem Publikum gelang dank starker zweiter Halbzeit ein überdeutlicher 26:13 (8:7) Erfolg gegen die TSG Eppstein, wodurch ein Abstieg nun auch rechnerisch unmöglich geworden ist.

Die Partie begann auf beiden Seiten sehr zäh und Tor arm. Zwar zeigte sich Kastel im Umschaltspiel deutlich wacher als der Gegner, scheiterte aber zu oft frei vorm Tor. In der eigenen Abwehr gab es nur wenig zu bemängeln. Man zeigte sich hellwach und brachte den Gegner mehrfach zum Zeitspiel. Im eigenen Angriff war man oft zu fahrig und suchte schon nach wenigen Sekunden den unvorbereiteten Abschluss. So kam es, dass man trotz spielerischem Vorteil zur Halbzeit gerade mal mit 9:7 die Seiten wechselte.

Der Start in die zweite Halbzeit ging an die Hausherren. In nicht mal vier Minuten erzielte man vier Treffer in Serie und zwang den Gegner schon zu einem frühen Tome-Out. Doch auch die Umstellung auf eine 5:1 Abwehr brachte nicht mehr die Wende. Grundstein war heute die aggressive 6:0 Deckung. Mit frühen Stoppfouls zerstörte man immer wieder den gegnerischen Spielaufbau. Die meisten Angriffe endeten mit einem unvorbereiteten Wurf aus unvorteilhafter Position. Und wenn es einmal brenzlig wurde, war Keeper Sven Schiebeler zur Stelle, der die Gegner an den Rand der Verzweiflung trieb. Mit einer sensationellen Quote war er heute einer der Garanten für den Erfolg. Vom Gegner kam kein Aufbäumem mehr und man spielte die zweite Halbzeit auch im Angriff deutlich konzentrierter zu Ende. Am Ende stand ein auch in der Höhe verdienter 26:13 Erfolg zu Buche.

Nachdem der Klassenerhalt nun unter Dach und Fach ist, will die Mannschaft versuchen, die Bestmögliche Platzierung der Vereinsgeschichte zu erreichen.

TG Kastel: Schiebeler, Munk (im Tor); Jezidzic (2), S. Fischer (1), Hohmann (3), Holtkötter (3), Müller, Panzer (2), Grzeschik (4), T. Fischer, Büscher (3), Hartmann (6), Reese (1)

(Tobias Fischer)

Kastel verliert nach stärkster Saisonleistung 32:31 beim TuS Dotzheim

Es war ein Derby, das alles bot: Führungswechsel, Emotionen und ein Außenseiter, der knapp an der Sensation vorbei schlitterte. So musste sich Kastel nach zwischenzeitlicher sechs-Tore Führung dem Tabellenführer knapp mit 32:31 (17:15) geschlagen geben, lieferte jedoch die beste Leistung seit langem ab.

Zu Beginn der Partie wurde dem verstorbenen sportlichen Leiter der TuS Dotzheim, Hans-Dieter Großkurth, gedacht, der vor knapp zwei Wochen im Alter von 68 Jahren verstarb. Mit dem Anpfiff versuchten beide Mannschaften, sich wieder auf das sportliche zu konzentrieren. Den ersten Treffer der Partie verzeichneten die Gäste. Doch schon nach wenigen Minuten deutete der Gastgeber seine individuelle Klasse an und bestrafte die Kasteler Fehler eiskalt. Bereits beim 5:2 sah sich Coach Kalli Klein zu einer Auszeit gezwungen. Doch die geplanten Umstellungen konnten zunächst nicht umgesetzt werden. Eine Zeitstrafe gegen Kastel wurde von den Dotzheimern genutzt, um die Führung weiter auszubauen. Insbesondere Schubert ließ in dieser Phase seine individuelle Klasse aufblitzen. Nach einer weiteren Zeitstrafe und dem nun zwischenzeitlichen 14:6 Rückstand bahnte sich aus Kasteler Sicht ein Desaster an. Doch in den folgenden Minuten fingen sich die Gäste wieder. Die Manndeckung gegen Schubert zeigte Wirkung, sorgte vor allem in der eigenen Deckung für Erfolgserlebnisse und schnelle Ballgewinne. Über einfache Gegenstoßtore und konzentriert abgeschlossene Angriffe konnte man den Rückstand Tor um Tor verringern. Nun konnte Kastel eine Überzahlsituation zu seinen Gunsten nutzen. Vier Tore in Folge und plötzlich war man wieder im Spiel. Der spielerische Vorteil war nun auf Kasteler Seite und mit dem Halbzeitpfiff konnte Krause den Ball zum 17:15 Halbzeitstand in Tor unterbringen.

Auch in Halbzeit zwei fand Dotzheim kein Mittel gegen die Kasteler Deckung. Ohne Schubert wirkte der Gastgeber ideenlos. Ein ums andere Mal kam Kastel zu schnellen Ballgewinnen und zeigte sich in dieser Phase besonders treffsicher. Und so ging Kastel in der 37 Minute beim Stand von 19:20 erstmalig in Führung. Kastel brannte in den folgenden zehn Minuten ein wahres Handball Feuerwerk ab. Die zahlreich mitgereisten Fans peitschten ihre Mannschaft nach jeder gelungenen Aktion nach vorne, man schloss im Angriff variabel über mehrere Positionen ab und war für den Gegner nur schwer ausrechenbar. Ob eine einfache oder auch eine doppelte Manndeckung, man fand immer die passende Antwort. Beim Stand von 22:28 für Kastel deutete alles auf eine Überraschung hin.

Doch Dotzheim kam zurück in die Partie. Hierbei glänzten sie nicht mit spielerisch durchdachten Aktionen, sondern griffen auf ein Mittel zurück, das man eher noch aus E-Jugend Zeiten kennt: Freiwurf im Zentrum, Doppelblock, und Schubert hinten dran. Was hier sehr simpel klingt, stellte sich als nicht zu lösende Aufgabe heraus. Schubert machte sich seine individuelle Klasse zu Nutze und netzte ein uns andere Mal ein. Obwohl man deutlich sichtbar nun ohne Körperkontakt verteidigte, wurde den Gastgebern immer wieder in aussichtsreicher Position ein Freiwurf zugesprochen. Kastel versuchte mit allen Mitteln dagegen zu halten, ließ in dieser wichtigen Phase aber zahlreiche Großchancen ungenutzt und agierte nicht clever genug. Als der Gegner in der 59 Minute erstmals wieder in Führung ging und kurz darauf den Treffer zum 32:30 nachlegte, schien die Partie entschieden. Doch Kastel erzielte 30 Sekunden vor dem Ende einen Treffer und kam noch einmal in Ballbesitz. Doch leider kam man nicht mehr in aussichtsreiche Wurfposition und verlor am Ende denkbar knapp mit 32:31.

Ein Punktgewinn wäre mehr als verdient gewesen. Doch Kastel kann mehr als stolz auf diese Leistung sein und brachte den Tabellenführer mächtig ins Wanken. Auch wenn erneut kein Sieg zu Buche stand, zeigt die Formkurve weiter nach oben und man wird im kommenden Heimspiel gegen Eppstein alles daran setzen, diesen positiven Trend fortzusetzen. Ein dank geht auch noch einmal an die zahlreich mitgereisten Fans, die ihr Team tadellos unterstützt haben.

TG Kastel: Finger, Schiebeler (im Tor); S. Fischer, Hohmann (2), Holtkötter (6), Panzer (5), Krause (2), Grzeschik (2), T. Fischer (12/4), Büscher (2), Hartmann, Reese, Munck

(Tobias Fischer)

Leistungssteigerung in Halbzeit zwei reicht nicht aus

Auch im vierten Spiel in Folge keine Punkte- gegen den Tabellenvorletzten aus Wettenberg konnte man in Halbzeit zwei zwar viele gute Ansätze sehen, musste sich am Ende dennoch mit 33:30 (16:13) geschlagen geben.

Zu Beginn entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, in der man gegen die offensiv agierenden Gastgeber zwar viel investieren musste, aber dennoch zum Torerfolg kam. Als großes Manko entpuppte sich die eigene Defensive, in der man sich insbesondere im Mittelblock zu passiv verhielt. der Gegner konnte immer wieder ungestört sein Spiel aufbauen und kam ein ums andere Mal zu freien Torabschlüssen. Zwar konnte man nie in Führung gehen, doch der Anschluss konnte gehalten werden. doch jedes Mal, wenn man wieder in Schlagdistanz war, schlichen sich Fehler in der Defensive ein, die es dem Gegner erlaubten, erneut mit 2-3 Treffern in Front zu gehen. Bereits zur Halbzeit kassierte man 16 Treffer gegen einen Gegner, der zu diesem Zeitpunkt gerade mal ein Tor aus der zweiten Reihe erzielt hat.

Nachdem die ersten Minuten der Rückstand nicht verkürzt werden konnte, schaffte man es vermehrt Ballverluste zu provozieren. Durch Treffer aus der ersten und zweiten Welle konnte man in der 38. Spielminute erstmalig wieder ausgleichen. Beim 20:21 konnte man seit dem 1:2 wieder die Führung übernehmen und  zwang den Gegner zu einem Time-Out. Zu diesem Zeitpunkt schien Kastel die Kontrolle über das Spiel gewonnen zu haben.  Als man im Anschluss eine Zeitstrafe kassierte, ließ man die nötige Ruhe im eigenen Angriffsspiel vermissen und musste die Führung wieder abgeben. Als man in den folgenden Minuten in eigener Überzahl selbst die Chance hatte, das Spiel wieder zu drehen, traf man mehrfach in Folge die falsche Entscheidung und statt zu verkürzen, wuchs der Rückstand weiter an. Fünf Minuten ohne Treffer nutzte der Gegner, um neun Minuten vor dem Ende auf 26:22 davon zu ziehen. In der Folge versuchte man mit verschiedenen offenen Deckungsvarianten noch einmal schnell in Ballbesitz zu kommen. Doch der Gegner verteidigte seinen Vorsprung, auch wenn er dies nicht immer mit sportlich fairen Mitteln tat. Nach dem völlig überharten Einsteigen gegen Christian Panzer und der berechtigten roten Karte bleibt abzuwarten, ob er für die kommende Partie einsatzfähig ist. Auch das Verhalten der Wettenberger Bank, während Panzer minutenlang behandelt werden musste, ist mehr als fraglich. auch wenn man am Ende noch einmal alles in die Waagschale geworfen hat, um die Partie zu drehen, musste man sich am Ende mit 33:30 geschlagen geben.

Nach einer katastrophalen Abwehrleistung in Halbzeit eins hat man es in der zweiten Hälfte nicht geschafft, das Niveau beizubehalten und in Summe zu viele Fehler produziert, um etwas Zählbares mitzunehmen.

TG Kastel: Finger, Schiebeler (im Tor); Jezidzic (2), S. Fischer, Hohmann (4), Holtkötter (6), Panzer (5), Krause, Grzeschik (1), T. Fischer (6/2), Büscher (5), Hartmann, Munck (1)

(Tobias Fischer)

Kastel kassiert zu Hause 21:25 Niederlage gegen Holzheim

Nach einer erneut starken ersten Halbzeit mussten sich die Handballer der TG Kastel auch gegen die TuS Holzheim mit 21:25 (12:11) geschlagen geben und kassieren somit die dritte Niederlage in Folge.

Nach leichten Startschwierigkeiten übernahmen die Hausherren das Kommando. Gestützt auf eine gute defensive war man dem Gegner im schnellen Umschaltspiel meist einen Schritt voraus. durch die sehr defensiv stehende Gästeabwehr ermöglichten sich immer wieder Abschlüsse aus der zweiten Reihe, die leider nicht ganz konsequent genutzt werden konnten. nach einer zwischenzeitlichen 9:5-Führung kam ein leichter Bruch ins Kasteler Angriffsspiel. Überzahlsituationen wurden zu überhastet abgeschlossen und die mangelnde Torgefahr aus dem Rückraum machte es dem Gegner leicht, die Räume eng zu stellen. Dennoch konnte man mit einer 12:11 Führung in die Halbzeitpause gehen.

Zu Beginn der zweiten Hälfte schaffte man es nicht, den Schalter umzulegen. In der Abwehr zeigte man viel Einsatz, verteidigte über weite Phasen sehr konzentriert, kassierte aber zu häufig kurz vor Zeitspiel doch noch den Gegentreffer. Im eigenen Angriff kamen neben einigen Fehlwürfen aber auch Aktionen, in denen der Vorteil nicht abgewartet wurde oder der fällige Strafwurf ausblieb. 15 Minuten vor dem Ende schaffte es der Gegner, sich auf 20:15 abzusetzen. in der Folge ging noch mal ein Ruck durch die Mannschaft, die kämpferisch nochmal eine Schippe drauf packte. Doch letzten Endes blieb man im Angriff einfach zu ideenlos und schaffte es nicht, noch einmal entscheidend zu verkürzen. so muss man sich am Ende mit 21:25 geschlagen geben.

Die Einstellung stimmte, doch das Selbstbewusstsein und die Leichtigkeit aus der Hinrunde ist der Mannschaft derzeit abhandengekommen. In der kommenden Partie gastiert man bei der Oberligareserve aus Wettenberg. Für den Tabellenvorletzten geht es um alles. Doch Kastel wird alles daran setzen, den Negativtrend zu stoppen und zurück in die erfolgsspur zu finden.

TG Kastel: Finger, Munk (im Tor); Jezidzic, S. Fischer, Hohmann (2), Holtkötter (2), Krechel, Jungblut, Krause (1), Grzeschik (6/2), T. Fischer (1/1), Büscher (5), Hartmann (3), Munck (1)

(Tobias Fischer)

Kastel verliert denkbar knapp in Oberursel

Vergangenen Samstag mussten sich die Handballer der TG Kastel bei der heimstarken TSG Oberusel mit 24:23 (11:12) geschlagen geben.

Nachdem Kastel eher gemächlich ins Spiel fand, konnte man nach und nach die Kontrolle über das Spiel gewinnen. Aus einer sicheren Abwehr agierend konnte man über schnellen Ballvortrag einfache Tore aus erster oder zweiter Welle erzielen. Nachdem man sich zwischenzeitlich auf 4:7 absetzen konnte, fand aber auch der Gegner besser in die Partie. Hier war man in der Deckung oft einen Schritt zu spät am Gegner, die die entstandenen Überzahlsituationen bis auf den Außen ausspielen konnten und sich hier als besonders treffsicher zeigten. Bis zum Ende der ersten Halbzeit war es eine hart umkämpfte Partie zweier Mannschaften auf Augenhöhe. Mit einer 11:12 Pausenführung konnten die Seiten getauscht werden.

In der zweiten Hälfte fehlte es beiden Mannschaften an der nötigen Durchschlagskraft in Angriff. Kastel zeigte hier einige Parallelen zum Spiel aus der Vorwoche gegen Griedel. Zu selten blieb man spielfähig und verzettelte sich in Einzelaktionen. Doch auch auf der Gegenseite fand man kein entscheidendes Mittel, um die Oberhand zu gewinnen. Bis in die 57. Spielminute blieb das Spiel beim 22:22 ausgeglichen. Nachdem Oberursel zum 23:22 vorlegen konnte und erneut in Ballbesitz kam, durfte der Gegner fast zwei Minuten spielen, ohne, dass Zeitspiel angezeigt wurde. Letztlich gelang es dem Gegner, 30 Sekunden vor dem Ende den Treffer zum 24:22 zu erzielen. Auch, wenn man 20 Sekunden vor dem Ende noch den Anschlusstreffer markieren konnte, reichte die Zeit nicht, noch einmal in Ballbesitz zu kommen. So musste man sich am Ende mit 24:23 geschlagen geben.

Ein Unentschieden wäre nach dem Spielverlauf das gerechtere Ergebnis gewesen. Doch letztlich muss man sich an die eigene Nase fassen, hatte man durchaus einige Chancen, die Partie schon vorher zu entscheiden.

TG Kastel:

Finger, Schiebeler (im Tor); Jezidzic (2), S. Fischer (2), Hohmann (3), Holtkötter (7), Panzer (3), Krause, Grzeschik (1/1), Fischer (3/2), Büscher, Reese, Munck (2)

(Tobias Fischer)

Schwächste Saisonleistung beschert Kastelern die fünfte Saisonniederlage

Vergangenen Sonntag mussten sich die Handballer der TG Kastel nach zuletzt vier Siegen in Folge gegen den abstiegsbedrohten TSV Griedel mit 25:31 geschlagen geben, verspielten hierbei eine 17:11 Halbzeitführung und präsentierten sich in Halbzeit zwei von ihrer bislang schlechtesten Seite!

Schon nach den ersten Minuten merkte man, dass die Kasteler nicht mit der gewohnten Leichtigkeit und Leidenschaft agierten. Die sonst so kompakt stehende 6:0 Formation agierte viel zu passiv, wodurch riesige Lücken vor allem im Deckungsverbund entstanden. Im eigenen Angriff entwickelte man im Rückraum keine Torgefahr, verzettelte sich immer wieder in Einzelaktionen oder suchte verfrüht den Pass an den Kreis. So rannte man die ersten Minuten dauerhaft einem Rückstand hinterher. Nachdem einige Wechsel vorgenommen wurden, kam Kastel langsam in Schwung. Durch geschicktes öffnen in der Abwehr und deutlich mehr Laufbereitschaft erkämpfte man sich etliche Bälle, die in der ersten Welle verwertet werden konnten. nachdem man Mitte der ersten Halbzeit erstmalig ausgleichen konnte, setzte man sich sukzessive ab. Griedel wirkte zunehmend ideenloser, schaffte es in den letzten zehn Minuten gerade mal zwei Treffer zu erzielen. So konnte man sich bis zur Halbzeit, trotz mäßiger Leistung, eine 17:11 Führung erspielen.

Bis zum 21:15 nach sieben gespielten Minuten konnte der Vorsprung von sechs Treffern aufrechterhalten werden. Was nun folge, war eine von Minute zu Minute zunehmend schlechtere Leistung, in der man im Angriff einen technischen Fehler nach dem anderen produzierte. Binnen sieben Minuten schaffte es der Gegner auf 21:20 zu verkürzen. Auch ein Time-Out konnte den sich abzeichnenden Trend nicht verhindern. Zwar schaffte man es beim 23:22 noch einmal in Führung zu gehen, doch in der Folge fand man im Angriff keine Lösungen mehr. Es fand sich niemand, der Verantwortung übernahm und Griedel konnte sich wieder absetzen. Als man die letzten Minuten noch einmal auf 2 Treffer herankam, kassierte man kurz hintereinander zwei Zeitstrafen und war in der Folge nicht in der Lage, dem Gegner noch einmal gefährlich zu werden. Aufgrund einer desolaten Halbzeit ging die Partie am Ende verdient mit 25:31 verloren.

Unter der Woche wird man die Fehler genau aufarbeiten, um am kommenden Wochenende gut gerüstet für die schwere Auswärtsaufgabe gegen Oberursel zu sein. Ähnlich wie gegen Griedel verspielte man im Hinspiel eine hohe Halbzeitführung, damals kam man mit einem blauen Auge davon und konnte die Partie knapp für sich entscheiden. Doch gegen den heimstarken Konkurrenten wird eine deutliche Leistungssteigerung von Nöten sein. Anwurf ist am 10.03 um 19:30 Uhr in der Erich-Kästner Schule.

TG Kastel: Schiebeler, Finger (im Tor); Jezidzic (1), S. Fischer (3), Hohmann (1), Holtkötter (3), Panzer (3), Krause (2), Grzeschik, T. Fischer (8/4), Büscher (4), Hartmann, Reese, Munck

(Tobias Fischer)

Starke zweite Halbzeit sichert zehnten Saisonsieg

Zehnter Saisonsieg, Platz vier in der Tabelle gesichert: die Handballer der TG Kastel bleiben weiter in der Erfolgsspur. Gegen den akut abstiegsbedrohten TV Petterweil tat man sich eine Halbzeit lang enorm schwer. Doch am Ende stand dank starker zweiter Halbzeit ein verdienter 29:23 (11:11) Erfolg.

Von Beginn an merkte man den Petterweilern an, dass es für sie um enorm viel ging. Der gegnerische Trainer Martin Peschke hatte seine Mannschaft gut auf die Kasteler Angriffsbemühungen eingestellt. Insbesondere über die eigene linke Angriffsseite war kaum ein Durchkommen. Jedes Tor musste hart erarbeitet werden. In der eigenen Abwehr stimmte insbesondere im Mittelblock die Abstimmung nicht. Zu häufig war man ein Schritt zu spät an den Rückraumschützen, die meist unbehelligt zum Anschluss kamen. Nach dem fälligen Time-Out auf Kasteler Seite fand man besser in die Partie. Hier war man immer wieder dann erfolgreich, wenn man mit zwei Kreisläufern agierend das Zentrum attackierte. So schaffte man es, trotz einiger Defizite in Angriff und Abwehr bis zur Halbzeit auf 11:11 zu verkürzen und den Ausgang der Partie offen zu halten.

Der erste Treffer der zweiten Halbzeit ging an die Petterweiler. Dies sollte jedoch ihre letzte Führung gewesen sein. Denn in der Folge zeigte die Halbzeitansprache ihre Wirkung und Kastel zeigte sich vor allem im Angriff deutlich frischer und war flexibel über mehrere Positionen erfolgreich. Fünf Treffer in Folge zwangen den Gegner zu einer frühen Auszeit. Doch auf Kasteler Seite arbeitete man weiter hart. Auch in der Abwehr war man nun deutlich früher an den Gegenspielern und bot dem Gegner kaum noch Entfaltungsmöglichkeiten. Die Führung konnte kontinuierlich ausgebaut werden und spätestens beim 23:15 eine Viertelstunde vor dem Ende war die Partie entschieden. In dieser Phase konnte man immer wieder Nadelstiche über die erste oder zweite Welle setzen. Anschließend spielte auch der Gegner wieder befreiter auf und konnte schnell auf fünf Treffer verkürzen. doch Kastel konnte sich schnell wieder fangen, sodass die Führung bei mindestens fünf Treffern gehalten werden konnte und am Ende ein verdienter 29:23 Sieg eingefahren werden konnte.

Trotz des am Ende deutlichen Erfolges hat die Mannschaft heute nicht seine beste Leistung abrufen können. Dies lag nicht nur daran, dass mit den Erkrankten Fabian Hohmann und Tim Grzeschik nur begrenzte Wechseloptionen im Rückraum bestanden, sondern hauptsächlich an beherzt kämpfenden Petterweilern, die die Partie bis in die zweite Halbzeit offen halten konnten.

Kommenden Samstag gastiert man beim designierten Aufsteiger aus Dotzheim. Auch wenn die Trauben hier besonders hoch hängen wird die Mannschaft alles daran setzen, es dem Gegner so schwer wie möglich zu machen.

TG Kastel: Finger, Schiebeler (im Tor); Jezidzic (2), S. Fischer (1), Hohmann, Holtkötter (6), Panzer (7), Krause (2), Grzeschik (2), T. Fischer (4/2), Büscher (3), Hartmann, Reese, Munck (2)

(Tobias Fischer)

Revance geglückt: Kastel entscheidet Derby gegen Breckenheim für sich

Die Handballer der TG Kastel bleiben weiter in der Erfolgsspur. Dank einer wahren Energieleistung konnte man einen fünf-Tore Rückstand drehen und die Partie gegen den drittplatzierten aus Breckenheim am Ende knapp mit 22:24 (14:11) für sich entscheiden.

In der gut besuchten Sport- und Kulturhalle erwischten die Kasteler keinen guten Start in die Partie. Die offensive Deckung gegen die Kasteler Rückraum Halben sorgte für einen fahrigen Spielaufbau mit vielen technischen Fehlern und schwachen Torabschlüssen. Auf der Gegenseite war man gedanklich oft einen Schritt zu langsam. Schnell lag man mit 7:3 im Hintertreffen und Coach Kalli musste früh in der Partie sein Time Out ziehen. Die folgenden Minuten sollte es Kastel nicht gelingen, den Abstand entscheidend zu verkürzen. Eine Vielzahl an hochprozentigen Chancen wurde vom gegnerischen Keeper Vincent Robinson vereitelt und hielt Kastel auf Distanz. Doch auch Breckenhein präsentierte sich heute nicht in Bestform, ermöglichte Kastel einige Ballgewinne, die es erlaubten, bis zur Halbzeit beim Stand von 14:11 zumindest den Anschluss zu halten.

Lange Zeit plätscherte das Spiel vor sich hin ohne dass es Kastel gelingen sollte, den Abstand zu verkürzen. Vor allem in der Defensive kassierte man in Summe zu viele einfache Tore über den Kreis oder über Außen. Im eigenen Angriff erspielte man sich zwar teilweise gute Chancen, nutze diese aber nicht. Zwölf Minuten vor dem Ende schien beim Stand von 21:16 für Breckenheim die Partie schon entschieden. Doch eine zwei Minuten Strafe gegen Breckenheim ließ noch einmal einen Ruck durch die Mannschaft gehen. In den folgenden drei Minuten gelangen Kastel vier Treffer und plötzlich stimmte alles. Die Mannschaft war Feuer und Flamme, diese Partie noch zu drehen. Daran konnte auch das gegnerische Time Out nichts mehr ändern. Zwar konnte der Gegner noch einmal auf 22:20 erhöhen, doch binnen zwei Minuten war auch diesen Rückstand egalisiert. Die folgenden sechs Minuten stand das Spiel auf Messers Schneide. Auf beiden Seiten wurden gute Torchancen nicht genutzt, zudem musste Kastel drei Minuten vor dem Ende in Unterzahl agieren. Doch zwei Minuten vor dem Ende legte man mit einem Treffer vor und musste die letzten Sekunden die Führung ins Ziel retten. Doch einen technischer Fehler der Breckenheimer wenige Sekunden vor dem Ende konnte Kastel zum Gegenstoß abfangen und zum 24:22 Endstand einnetzen.

Man hat zwar nicht die Beste Leistung abgerufen, doch in den letzten Minuten legte Kastel den unbändigen Siegeswillen an den Tag, der die Mannschaft momentan so stark macht. Diese Eigenschaft möchte man sich beibehalten und in der folgenden Partie gegen Petterweil fortführen. Diese findet nach der Fastnachtspause am 18.02 um 17:30 Uhr in der Leuschner Halle statt.

TG Kastel: Finger, Schiebeler (in Tor); Jezidzic, S. Fischer, Hohmann (1), Holtkötter (3), Panzer (2), Krause (5), Grzeschik (3/2), T. Fischer (3/2), Büscher (6), Hartmann, Munck (1)

(Tobias Fischer)

Stärkste Saisonleistung beschert Auswärtscoup in Lollar

Zum Abschluss der Hinrunde gelang den Handballern der TG Kastel ein nicht zu erwartender Auswärtserfolg gegen die HSG Lollar. Dank einer starken Teamleistung und einem noch stärkeren Yven Munk im Kasten konnte man das Team um Champions-League Sieger Carlos Prieto mit 25:28 (14:15) in die Knie zwingen.

Da das etatmäßige Torhütergespann Schiebeler/Finger privat- sowie krankheitsbedingt verhindert war, sprangen Yven Munk und Manuel Matjeka aus der zweiten Mannschaft ein. Auch Fabian Hohmann, der gegen Wettenberg schon ein paar Minuten mitwirkte, gab nach zweimonatiger Verletzungspause sein Comeback.

Nach einem ausgeglichenen Beginn konnten sich die Gastgeber einen leichten Vorteil erspielen. Hier war Lollar vor allem im Umschaltspiel hellwach und nutzte die Kasteler Fehler gnadenlos über die erste und zweite Welle aus. Auch über die Außen kam der Gegner immer wieder zu leichten Toren. Nachdem Lollar zwischenzeitlich auf 13:10 enteilt war, kämpfte man sich zurück in die Partie. Im Angriff spielte man ruhig bis zur Chance und konnte diese auch verwerten. In dieser Phase war vor allem Timo Krechel mit seinen zwei Treffern maßgeblich an der Aufholjagt beteiligt. Bis zur Pause schaffte man es bis auf 14:15 zu verkürzen.

Kastel konnte die gute Leistung zum Ende der ersten Hälfte bestätigen und wurde von Minute zu Minute stärker. In der Abwehr präsentierte sich Kastel in Bestform, konnte durch schnelle Beinarbeit immer wieder die Lücken schließen und zwang Lollar zu unvorbereiteten Abschlüssen. Und kam doch einmal ein Spieler frei zum Abschluss, war Yven Munk zur Stelle, der von Minute zu Minute mehr Sicherheit ausstrahlte und starke Paraden zeigen konnte. Auch Eric Krause erwischte heute einen Sahnetag. Nicht nur in der Deckung, sondern auch im Angriff trug er mit seinen fünf Treffern maßgeblich dazu bei, dass sich Kastel bis zur 43 Minute eine 17:22 Führung erspielen konnte. Doch die Gastgeber steckten nicht auf, konnten in Überzahl binnen zwei Minuten auf 20:22 verkürzen. die folgenden Minuten entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe. Die Kasteler Führung pendelte sich zwischen eins und zwei Treffern ein, ehe man in der 53 Minuten den 25:25 Ausgleich hinnehmen musste. Mehrfach hatte Lollar sogar die Chance in Führung zu gehen. Doch in dieser Phase war an Yven im Tor einfach kein Vorbeikommen. Bis zum Ende musste Kastel keinen weiteren Treffer hinnehmen. Im eigenen Angriff spielte man clever bis zur Chance und konnte die Partie  so am Ende verdient mit 25:28 für sich entscheiden.

Die gesamte Mannschaft präsentierte sich heute in Bestform und steht nach Abschluss der Hinrunde sensationell auf dem vierten Tabellenplatz. Doch es wartet eine schwere Rückrunde, in der es gilt, die bisher gezeigten Leistungen zu bestätigen.

Kommenden Sonntag gastiert man um 17 Uhr beim Tabellenzweiten aus Breckenheim. Hier musste man sich zum Saisonauftakt überdeutlich mit 19:34 geschlagen geben. Bei dieser schweren Aufgabe hoffen wir auf die Unterstützung unserer Fans, um den Rückrundenauftakt erfolgreich gestalten zu können

TG Kastel: Munk, Matjeka (im Tor); S. Fischer, Hohmann (2), Holtkötter (1), Panzer (8), Krause (5), Grzeschik (1), T. Fischer (5/3), Büscher (1), Hartmann (1), Krechel (2), Munck (2)

(Tobias Fischr)

 

Sieg trotz mittelmäßiger Leistung gegen Wettenberg

Vergangenen Donnerstag gastierte zum Nachholspiel die abstiegsgefährdete Oberliga Reserve aus Wettenberg in der Leuschner Halle. Dank deutlicher Leistungssteigerung in Halbzeit zwei konnte man einen am Ende ungefährdeten 23:16 (11:11) Erfolg einfahren.

Kastel erwischte keinen guten Start in die Partie. Die in den letzten Spielen sehr kompakte Defensive offenbarte ungewohnte Lücken. Durch teilweise zu offensives attackieren entstanden Räume, die die Gäste im 1:1 für sich zu nutzen wussten. Im eigenen Angriff tat man sich gegen die offensive Deckung der Gäste sehr schwer. Zwar schaffte man es in Ansätzen durch auflösen auf zwei Kreisläufer klare Torchancen herauszuspielen, doch im Summe produzierte man zu viele technische Fehler. Hinzu kam eine unzureichende Chancenverwertung. Nachdem man fast die gesamte erste Halbzeit einem Rückstand hinterherlief, trennten sich beide Mannschaften zur Pause unentschieden.

In einer Partie auf schwachem Landesliganiveau überwogen auch in Hälfte zwei die vielen technischen Fehler auf beiden Seiten. Garant für den Sieg war eine deutliche Leistungssteigerung in der Deckung. Nachdem Wettenberg in der 43 Minute noch einmal auf 14:14 herankam, wurden bis zum Schlusspfiff gerade einmal noch zwei weitere Treffer zugelassen. Dies erlaubte es Kastel, seinen Vorsprung kontinuierlich auszubauen und die Partie am Ende deutlich mit 23:16 zu gewinnen.

Es war sicherlich einer der schwächeren Auftritte in dieser Saison. Doch  nach zuletzt drei Niederlagen in Folge war dies ein wichtiges Erfolgserlebnis für die Mannschaft und zwei weitere wichtige Punkte gegen einen Abstiegskandidaten.

TG Kastel: Schiebeler (Im Tor); Jezidzic (1), S. Fischer, Hohmann, Holtkötter (1), Panzer (4), Krause (2), Grzeschik (2), T. Fischer (4/3), Büscher (4), Hartmann (1), Munck (2)

(Tobias Fischer)

Zum ersten Spiel im Jahr 2018 empfing man den Klassenprimus aus Dotzheim. Nach ausgeglichener erster Halbzeit musste man sich am Ende ein wenig zu deutlich mit 37:27 (15:16) geschlagen geben.

Vom Start weg erwischte Kastel einen guten Start in die Partie. In der Abwehr arbeitete man unermüdlich und zwang den Gegner zu technischen Fehlern oder unvorbereiteten Abschlüssen, die von Keeper Sven Schiebeler vereitelt werden konnten. Fast fünf Minuten benötigte der Gegner, um per Siebenmeter seinen ersten Treffer zu erzielen. Kastel spielte im eigenen Angriff geduldig bis zur Chance oder war nur siebenmeterreif zu stoppen. Es entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe. Bis zur Mitte der zweiten Halbzeit konnte Kastel die Führung behaupten, ehe eine Reihe technischer Fehler dazu führte, dass Dotzheim durch einfache Tore beim 7:8 erstmalig die Führung übernahm. Doch Kastel kämpfte sich zurück, konnte seinerseits zwei Ballgewinne per Gegenstoß verwerten und war einmal sehenswert per Kempa erfolgreich. Die Folge: 10:8 Führung und Team Time-Out Dotzheim. Die Halle bebte! Man schaffte es nach dem Time-Out sogar auf 13:10 zu erhöhen. Doch die letzten Minuten der ersten Halbzeit häuften sich die Fehler im Angriff, die Dotzheim gnadenlos ausnutzen konnte. Bis zur Halbzeit schaffte es der Gegner, mit 15:16 in Führung zu gehen.

Die zweite Halbzeit begann Dotzheim mit einer Manndeckung gegen Felix Holtkötter. In dieser Phase verlor Kastel zunehmend die Struktur im Angriffsspiel. Eine Reihe unvorbereiteter Torabschlüsse und technischer Fehler führten allesamt zu Toren per Gegenstoß. Fünf Treffer in Folge erzielten die Gäste und nach nicht mal zehn Minuten hatte sich der Tabellenführer eine 17:24 Führung erspielt. Die Partie war somit schon entschieden. Kastel musste die letzten Minuten dem hohen Tempo aus Halbzeit eins Tribut zollen. Durch fehlende Konzentration im Angriff ließ man etliche freie Torchancen liegen und auch in der Deckung brauchte der Gegner keine großen Mühen, um zum Torerfolg zu kommen. Am Ende stand ein deutlicher 27:37 Erfolg für Dotzheim zu buche, der aber, gemessen am Spielverlauf, vielleicht ein paar Tore zu hoch ausgefallen ist.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Kastel in den ersten 30 Minuten eine spielerisch und kämpferisch tadellose Leistung gezeigt hat, in der man den Tabellenführer mächtig ins Wanken brachte. Diese Leistung konnte man nicht mit in die zweite Hälfte konservieren, in der man sich in zu vielen Bereichen Fehler erlaubte, die eine Mannschaft wie Dotzheim für sich zu nutzen weiß.

Schon am Donnerstag empfängt man zum Nachholspiel die Oberligareserve aus Wettenberg. Die Mannschaft möchte nach zuletzt drei Niederlagen in Folge die Wende schaffen und wieder Zähler im Kampf gegen den Abstieg sammeln. Anpfiff ist um 20 Uhr in der Leuschner Halle.

TG Kastel: Schiebeler (im Tor); Jezidzic (1), S. Fischer, Holtkötter (4), Reese, Panzer (5), Krause (2), Grzeschik (5), T. Fischer (5/5), Büscher (1), Hartmann (3), Munck (1)

(Tobias Fischer)

Kasteler reiben sich an Lindener Defensive auf: 26:18 Pleite in Linden

Nach zuletzt sechs Siegen in Folge ist die Serie gerissen: gegen den Drittplatzierten aus Linden setzte es eine 26:18 (12:9) Niederlage, bei der man neben einer Vielzahl technischer Fehler kein Konzept gegen die gegnerische Deckung fand.

Aufgrund der Wetterlage musste die Partie mit 45 Minuten Verspätung angepfiffen werden. Nach zunächst verhaltenem Beginn fand Kastel immer besser in die Partie. Man präsentierte sich hellwach in der Deckung und konnte einige Ballgewinne verzeichnen. Sobald der Ball im eigenen Angriff schnell gemacht werden konnte, erspielte man sich gute Torchancen. Über die Spielstände 3:4 und 7:8 konnte Kastel sogar in Führung gehen. Auch wenn man rein vom Ergebnis betrachtet auf Augenhöhe spielte, hätte man bis zu diesem Zeitpunkt schon höher führen können. Doch teils haarsträubende technische Fehler luden den Gegner zu leichten Toren aus der ersten oder zweiten Welle ein. Kurz vor Ende der ersten Halbzeit musste man leicht abreißen lassen, wiederum resultierend aus den eigenen Fehlern, weshalb der Gegner mit einer 12:9 Führung in die Halbzeitpause ging.

In der zweiten Halbzeit tat man sich immer schwerer, Lösungen gegen die sehr aggressive Deckung der Gäste zu finden. Immer wieder rannte man sich im Rückraum fest und es kam kein Spielfluss zustande. Auch in der Abwehr häuften sich nun die individuellen Fehler, sodass Linden es schaffte, die Kasteler nie näher als auch vier Treffer herankommen zu lassen. Zehn Minuten vor den ende musste Kastel nach erstmaliger fünf Tore Führung endgültig abreißen lassen.  Die letzten Minuten leistete man in der Abwehr kaum Gegenwehr, sodass Linden das Ergebnis immer weiter in die Höhe schraubte. Am Ende musste man sich deutlich mit 26:18 geschlagen geben.

Die Vielzahl technischer Fehler und die fehlenden Lösungen gegen eine starke Deckung der Gäste führten am Ende zu der verdienten Niederlage. Dass die Mannschaft durchaus in der Lage gewesen wäre, die Partie knapper zu gestalten, haben die ersten 25 Minuten gezeigt. Doch die Mannschaft wird sich davon nicht unter kriegen lassen. Man wird unter der Woche die eigenen Fehler aufarbeiten, um kommenden Samstag das letzte Spiel im Jahr 2017 gegen den TSV Lang-Göns mit einem Erfolg abzuschließen!

TG Kastel: Schiebeler, Finger (im Tor); Jezidzic (2), S. Fischer (1), Holtkötter (4), Panzer (2), Krause (2), Grzeschik (2), T. Fischer (2), Büscher (2), Reese, Schult, Krechel (1), Dankelmann

(Tobias Fischer)

Liebe Sportfreunde,

die Spiele der Damen 1 und Herren 1 am 16.12.2017 finden auf Grund von Renovierungsarbeiten nicht in der WLS statt!

Der neue Austragungsort ist hier:

Georg-Mangold-Schule

Im Attich 1

65474 Bischofsheim

Kasteler ringen Eddersheim 30:19 nieder

Siebtes Spiel, sechster Sieg: Die Handballer der TG Kastel trotzen den Ausfällen wichtiger Spieler und schlagen die akut abstiegsgefährdeten Eddersheimer nach einer starken zweiten Halbzeit verdient mit 30:19 (13:9).

Die Voraussetzungen für diese Partie verhießen nichts Gutes. Mit Fabian Hohmann, Christian Panzer und Cornelius Munck mussten gleich drei Stammspieler passen. Das Team wurde ergänzt durch Lukas Klein, Timo Krechel und Kai Müller. Die ersten Minuten zeigten deutlich die fehlende Eingespieltheit des neu besetzten Rückraums. Unvorbereitete Abschlüsse sowie technische Fehler führten dazu, dass das erste Kasteler Tor erst nach sieben Minuten fiel. Die Deckung präsentierte sich jedoch in Bestform. In einer sehr beweglichen 6:0 Deckung konnten die Kreuzbewegungen der Gäste gut verteidigt werden. Auch Keeper Sven Schiebeler entschärfte mehrere beste Torchancen. Die folgenden Minuten gehörten im Angriff Felix Holtkötter. Mit drei Treffern kurz hinter einander brachte er die Kasteler erstmalig in Front. Fortan wurde er über die gesamte Partie in Manndeckung genommen. Doch seine Mannschaftskollegen wussten in Folge die entstehenden Räumer besser zu nutzen. Mit viel Bewegung im Angriff erspielte man sich mehrere gute Torchancen. Insbesondere Timo Krechel, der eine starke Partie absolvierte, war entweder selbst erfolgreich oder konnte nur siebenmeterreif gestoppt werden. Auch, wenn hier sicherlich der ein oder andere technische Fehler zu viel produziert wurde, schaffte man es sich bis zur Pause auf 13:9 abzusetzen.

Die zweite Halbzeit schaffte es Eddersheim, nach drei überhasteten Aktionen in Folge auf 15:13 aufzuschließen. Doch Kastel konnte sich fangen und spielte sich wie in einen Rausch. Die Abwehr bot eine sensationell kämpferische Leistung und im Angriff war man variabel über mehrere Positionen erfolgreich. Einfache Kreuzbewegungen brachten Lukas Klein immer wieder in gute 1:1 Situationen, die er für sich nutzen konnte. Auch Kai Müller auf der eher ungewohnten Linksaußen Position war zweimal erfolgreich. Sechs Treffer in Folge sorgten beim Stand von 21:13 elf Minuten vor dem Ende quasi für die Vorentscheidung. Die Gäste fanden im eigenen Angriff kein Mittel mehr. Zusammenspiel im Verbund fand kaum statt was es Kastel einfach machte, den Gegner auf Distanz zu halten. Eddersheim suchte sein Heil für die folgenden Minuten in einer offenen Manndeckung. Doch die Kasteler Akteure bewahrten einen kühlen Kopf, blieben im Angriff immer in Bewegung, weshalb die Gäste oft die Zuordnung verloren und Kastel völlig frei zum Anschluss kam. Die Führung konnte weiter in die Höhe getrieben werden, das Spiel ging verdient mit 30:19 gewonnen.

Die Kasteler konnten eindrucksvoll die Ausfälle wichtiger Spieler kompensieren und weiter wichtige Punkte für den Klassenerhalt sammeln. Die kommenden zwei Wochen wird die Mannschaft nutzen, um weiter an seinen Fehlern zu arbeiten um auf den kommenden Gegner aus Linden bestens vorbereitet zu sein. Möglicherweise kehrt bis dahin der ein oder andere Verletzte wieder zurück in den Kader.

Es spielten: Schiebeler, Finger (im Tor); Jezidzic (7), S. Fischer, Holtkötter (5), Müller (2), Krause (1), Grzeschik (3), T. Fischer (7/6), Büscher (1), Reese, Klein (2), Krechel (2), Dankelmann

(Tobias Fischer)

Kasteler siegen per Buzzer-Beater in Eppstein mit 29:30

Unentschieden Sekunden vor Schluss, Auszeit Kastel, Tor mit dem Schlusspfiff. Wieder einmal sichern sich die Kasteler Handballer Sekunden vor Schluss zwei Zähler, dieses Mal gegen den Aufsteiger aus Eppstein. Nach diesem 29:30 (15:16) Erfolg steht man mit 10:2 Punkten, teilweise aber vier Spielen weniger als die Konkurrenz, auf dem fünften Tabellenplatz.

Es war eine von Beginn an hart umkämpfte Partie. Nachdem die ersten Minuten ausgeglichen verliefen, schaffte es Kastel nach zehn Minuten  sich erstmalig mit zwei Treffern zu distanzieren. Zu diesem Zeitpunkt war Mittelmann Fabian Hohmann mit einer Handverletzung bereits aus der Partie ausgeschieden und konnte auch im weiteren Spielverlauf nichtmehr eingreifen. Dieser Verlust schmerzte besonders in der Deckung, wo man es in Folge nicht mehr schaffte, die nötige Aggressivität zu entwickeln. Immer wieder kassierte man einfache Tore über den Kreis oder war zu langsam auf den Beinen um den Durchbruch der Halben Angreifer zu verhindern. Im Angriff waren viele Abschlüsse unvorbereitet oder unplatziert. In der 19 Minute ließ Felix Holtkötter den Knoten im Kasteler Angriffspiel wieder ein wenig platzen, erzielte bis zum Halbzeitpfiff noch vier weitere Treffer. Doch die hohe Anzahl an technischen fehlern und Fehlwürfen verhinderte eine deutlichere Führung. Beim Stand von 15:16 zur Halbzeit war alles offen.

Der Start in Halbzeit zwei ging an Kastel. Binnen Vier Minuten erspielte man sich eine 16:19 Führung. Mit Treffer Nummer 19 musste Kastel mit Felix Holtkötter den zweiten Ausfall verkraften. Mit einer Verletzung am Sprunggelenk konnte auch er in der Folge nichtmehr eingreifen. Und innerhalb kürzester Zeit wuchs das Lager der Verletzten weiter an. Im darauffolgenden Angriff erwischte der Eppsteiner Michael Becker Christian Panzer im Gesicht und sah hierfür die rote Karte. Panzer musste mit einem blauen Auge und einer Verletzung an der Schulter zunächst behandelt werden. Nachdem Eppstein zunächst wieder auf zwei Treffer verkürzte, spielte Kastel nun wieder deutliche griffiger in der Defensive und war im Angriff gedanklich oft einen Schritt schneller als der Gegner. 15 Minuten vor dem Ende lag man 20:25 in Front, ehe mehrere eine Reihe unvorbereiteter Abschlüsse dazu führten, dass Eppstein mit schnellem Ballvortrag nur noch per Siebenmeter zu stoppen war. Hier muss man jedoch kritisch anmerken, dass das Siebenmeterverhältnis von 7 auf Eppsteiner Seite zu 0 auf Kasteler Seite in keinem Verhältnis steht, hier haben die Unparteiischen leider keine klare Linie gefunden. Angepeitscht vom eigenen Publikum verkürzte Eppstein Tor um Tor, ehe man sechs Minuten vor dem Ende den ersten Ausgleich kassierte. Kastel legte nun immer ein Tor vor, Eppstein hatte jedoch stets die passende Antwort parat. Als man 25 Sekunden vor dem Ende beim Stand von 29:29 den Ball erobern konnte, wurde noch einmal der Ablauf für den letzten Angriff besprochen. So schaffte man es, sich wenige Sekunden vor dem Ende über Linksaußen frei zu spielen und den Ball quasi mit dem Schlusspfiff im Tor zum 29:30 Sieg unterzubringen.

Der Jubel auf Kasteler Seite war groß, hatte man es geschafft, trotz insgesamt vier Verletzter Spieler Paroli zu bieten und alles reinzuwerfen, um hier als Sieger vom Platz zu gehen. Wie teuer erkauf dieser Sieg ist, wird sich die nächsten Tage zeigen. Die medizinischen Abklärungen laufen, doch erste Tendenzen sehen nicht gut aus. Doch hiervon lässt man sich nicht unter kriegen. Gegen Eddersheim will man die Erfolgsserie kommenden Sonntag in eigener Halle fortsetzen.

Es spielten: Finger, Munk (im Tor); Jezidzic (1), S. Fischer (1), Hohmann (1), Holtkötter (7), Panzer (5), Krause (2), Grzeschik (5), T. Fischer (2), Büscher (2), Reese, Munck, Dankelmann (4)

(Tobias Fischer)

 

Einen solch deutlichen Sieg hatte im Kasteler Lager keiner erwartet. Doch die Handballer der TG Kastel konnten die vom Verletzungspech heimgesuchten Gastgeber überdeutlich mit 15:28 (10:13) in die Schranken weisen und ihre Siegesserie auf fünf Siege in Folge ausbauen.

Es war auf beiden Seiten ein zäher Beginn, in dem es bis in die 4. Minute dauerte, bis Kastel den ersten Treffer markieren konnte. Doch in den Folgeminuten sollte es besser laufen. Angeführt von Christian Panzer, der binnen 90 Sekunden dreimal einnetzen konnte, setzte sich Kastel auf 1:5 ab. Doch auch der Gastgeber kämpfte sich zurück in die Partie. Bis auf 3:5 konnte Holzheim verkürzen und zwang Kastel zu einer Auszeit. Anschließend gewann Kastel wieder die Kontrolle über die Partie. Im Angriff spielte man nun konzentriert und geduldig klare Torchancen heraus und in der Deckung wurden die Zweikämpfe nun früher angenommen. Dennoch schaffte es Holzheim, bis auf 10:13 zu verkürzen und die Partie für die zweite Hälfte offen zu halten.

Die ersten Minuten nach Wiederanpfiff entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, in welchem sich Kastel lange Zeit schwer tat, Lösungen in der offensive zu finden. Viel zu häufig wählte man den überhasteten verfrühten Abschluss oder scheiterte frei vorm Tor. So konnte Holzheim bis zum 14:17 in der 45. Spielminute den Anschluss halten. Doch in der Folge vernagelte Sven Schiebeler seinen Kasten. Die Paraden ihres Keepers verleihte seinen Vorderleuten die nötige Sicherheit, die es Holzheim in der Folge unmöglich machte, zum Torerfolg zu kommen. Auch im Angriff lief es nun deutlich flüssiger. Über alle Positionen strahlte man Torgefahr aus und konnte bis in die 58. Spielminute einen 9-0 Lauf hinnehmen, ehe Holzheim zu seinem nächsten und gleichzeitig letzten Treffer des heutigen Spiels kam. Dank eines tollen Endspurts konnte Kastel einen 15-28 Erfolg feiern und zwei wichtige Zähler aus Holzheim entführen.

Trotz des deutlichen Sieges bleiben Mannschaft und Trainer auf dem Boden und können auch dieses Ergebnis realistisch einordnen. Es ist eine tolle Momentaufnahme und die Mannschaft spielt bis zu diesem Zeitpunkt eine gute Runde. Doch damit das so bleibt, wird man sich akribisch auf das bevorstehende Gastspiel in Eppstein vorbereiten. Die Eppsteiner konnten bislang drei Siege verbuchen und stehen derzeit im sicheren Mittelfeld der Liga.

TG Kastel: Schiebeler, Finger (im Tor); Jezidzic (1), S. Fischer, Hohmann (2), Holtkötter (6), Panzer (8), Krause (1), Grzeschik (1), T. Fischer (3/1), Büscher (1), Reese (1), Munck (3), Dankelmann (1)

(Tobias Fischer)

Déjà-vu Erlebnis mit Happy End: Kastel bejubelt mit dem Schlusspfiff 30:29 Siegtreffer

Kastel gegen Oberursel. Wie schon letzte Saison erspielt sich Kastel eine hohe Halbzeitführung. Und wieder bricht Kastel in Halbzeit zwei ein und verspielt eine schon gewonnen geglaubte Partie. Doch heute waren noch 1:30 Minuten auf der Uhr und das Wunder gelang: Mit dem Schlusspfiff ließ Piotr Büscher Kastel jubeln und alle Dämme brechen.

Die erste Halbzeit war vermutlich die stärkste in der Kasteler Landesliga Geschichte. Die Aggressivität, die jeder Spieler in der Deckung an den Tag legte, ließ Oberursel ein ums andere Mal verzweifeln. Auch durch geschicktes öffnen im Deckungszentrum konnte man immer wieder Fehler erzwingen. Im eigenen Angriff stellte man die Oberurseler Deckung immer wieder vor neue Herausforderungen. Sei es durch schnellen Parallelstoß, aus der zweiten Reihe, über den Kreis oder spektakulär per Kempa: Kastel gelang in der ersten Halbzeit so ziemlich alles. Oberursel schaffte es nach zehn Minuten einigermaßen in die Partie zu finden, konnte bis zur 20. Minute auf 13:9 verkürzen. doch nun legte Kastel noch einmal eine Schippe drauf. Die letzten zehn Minuten ließ man gerade mal ein Tor zu und schaffte es sich bis zur Pause auf 19:10 abzusetzen.

Der Mannschaft war das Spiel aus der vergangenen Saison noch in Erinnerung. Nicht noch einmal wollte man so eine hohe Führung verspielen und ging entsprechend motiviert aus der Kabine. schnell schaffte man es den Treffer zum 20:10 zu erzielen. Nun folgte eine Kette von, aus Kasteler Sicht, unglücklichen Ereignissen, die es dem Gegner erlaubten schnell zu verkürzen. Vier hundertprozentige Chancen wurden vergeben, die allesamt in einfachen Gegenstoß Toren endeten. Hinzu kam eine deutlich unterschiedliche Auslegung der Progression und der Vergabe von Siebenmetern: sechs zu zwei Siebenmetern zugunsten von Oberursel spricht hier eine deutliche Sprache. Oberursel begann nun mehrere Kasteler Spieler in Manndeckung zu nehmen. Das bis dato klare Konzept in Angriff war nun leider nicht mehr zu erkennen. Oberursel konnte Tor um Tor verkürzen. Kastel rieb sich im Angriff immer wieder auf, wurde häufig nicht mit dem fälligen Pfiff belohnt, bis Oberursel in der 57. Minute erstmals in Führung gehen konnte. Als Oberursel 1:30 vor Ende sein letztes Time-Out nahm, glaubte kaum einer in der Halle noch an einen Sieg. Doch die Mannschaft gab sich nicht auf, nicht schon wieder wollte man ein solches Spiel aus der Hand geben. So kämpfte man um jeden Zentimeter schaffte es  eine Minute vor dem Ende ein schnelles Tor zu erzielen. Der darauf folgende Oberurseler Angriff konnte nicht runter gespielt werden. 20 Sekunden vor dem Ende setzte der Gegner den Ball neben das Tor, sodass Kastel im letzten Angriff noch die Chance hatte, die Partie doch zu gewinnen. Man setzte alles auf eine Karte, agierte mit dem siebten Feldspieler. Vier Sekunden vor dem Ende kam der Ball zu Piotr Büscher, der den Ball mit dem Schlusspfiff im Tor unterbringen konnte. Nun verwandelte sich die Leuschner Halle in ein Tollhaus. Die schon verloren geglaubte Partie konnte doch noch mit 30:29 gewonnen werden.

Trotz aller Freude werden Mannschaft und Trainer allerdings analysieren müssen, wie es nach einer Zehn-Tore Führung so weit kommen konnte. Doch nach fünf Partien stehen sind die Kasteler mit 8:2 Punkten voll im Soll und konnten wichtige Punkte gegen den Abstieg sammeln.

Kommenden Samstag wartet in Holzheim ein hartes Stück Arbeit auf die Männer von Kalli Klein. Doch gestärkt aus den letzten Partien wird man alles geben, um sich weiter von den Abstiegsplätzen abzusetzen.

TG Kastel: Schiebeler, Finger (im Tor); S. Fischer (1), Hohmann (3), Holtkötter (6), Müller (1), Panzer (2), Krause (2), Grzeschik (2), T. Fischer (5/2), Büscher (5), Jungblut, Munck (3)

(Tobias Fischer)

 

Vergangenen Samstag konnten die Handballer der TG Kastel den Aufsteiger aus Griedel deutlich mit 35:26 (11:18) bezwingen und feiern damit den dritten Sieg in Folge.

Mannschaft und Trainer haben sich in den vergangenen Trainingseinheiten akribisch auf den Gegner eingestellt. Mit einer sehr beweglichen Defensive schaffte man es, die technisch starken Rückraumspieler in Schach zu halten und immer wieder zu unvorteilhaften Abschlüssen zu zwingen. Im eigenen Angriff drückte vor allem Fabian Hohmann dem Spiel seinen Stempel auf und setzte seine Nebenleute immer wieder gekonnt in Szene. Bis zum 5:5 konnte der Gegner den Anschluss halten. Doch fortan übernahmen die Gäste das Kommando. Griedel fand gegen die starke Kasteler Defensive kein Mittel. Insbesondere Torhüter Sven Schiebeler konnte sich mit mehrfach mit starken Paraden auszeichnen und gab seinen Vorderleuten die nötige Sicherheit. In den letzten Minuten der ersten Hälfte war der Gegner meist einen Schritt zu spät und hat den Kastelern durch fehlende Disziplin in die Karten gespielt. Die konsequente Ahndung der Schiedsrichter führte dazu, dass Kastel zeitweise in dreifacher Überzahl auf dem Feld stand. Man konnte die Überzahl gut ausspielen und seinen Vorsprung bis zur Halbzeit auf 11:18 ausbauen.

In der zweiten Halbzeit versuchte der Gastgeber durch mehrere taktische Veränderungen das Spiel noch einmal zu drehen. So begann der Gegner zunächst mit sieben Feldspielern. Dies führte zu mehreren freien Abschlüssen über die Außenpositionen. Ebenso versuchte Griedel mit einer offensiveren Deckung Kastel zu Fehlern zu zwingen. Auf den siebten Feldspieler hatte man sich schnell eingestellt und kam immer wieder zu Ballgewinnen. Da man sich gegen die offensive Deckung schwerer tat, versuchte man diese meist durch Tore über die erste und zweite Welle zu umgehen und kam über diesen Weg zu etlichen Treffern. Nach 44 Minuten lag man erstmalig mit 10 Toren in Front. Immer wieder dezimierte sich der Gegner durch Undiszipliniertheiten selbst, weshalb der Sieg in den letzten Minuten zu keiner Zeit in Gefahr war. Das Spiel endete mit 27:36 für Kastel.

Heute war vor allem spielerisch ein großer Entwicklungsschritt zu erkennen. Die Mannschaft weiß dieses Ergebnis aber richtig einzuordnen und freut sich, zwei weitere wichtige Zähler gegen den Abstieg gesammelt zu haben.

Am kommenden Sonntag kann die Mannschaft den nächsten Schritt gehen. Zu Gast ist die TSG Oberursel, die dem bis dato zweitplatzierten TV Breckenheim zwei Zähler abknüpfen konnten. Schon vergangene Saison waren es immer knappe Spiele und auch dieses Mal muss Kastel Bestleistung abrufen, um etwas Zählbares mitzunehmen.

TG Kastel: Schiebeler, Finger (im Tor); Jezidzic (1), S. Fischer (2), Hohmann (4), Holtkötter (5), Panzer (9), Krause, Grzeschik (1), T. Fischer (7/6),  Büscher (4), Hartmann, Munck (3)

(Tobias Fischer)

Kastel entführt zwei Punkte aus Petterweil

Am vergangenen Sonntag konnten die Handballer der TG Kastel trotz schwacher Vorstellung die Partie 23:25 (11:12) für sich entscheiden und stehen mit 4:2 Punkten auf dem siebten Tabellenplatz.

Von Beginn an deutete sich an, dass sich eine zähe Partie entwickeln wird.  Zwar konnte man schnell den ersten Treffer markieren, in den folgenden Minuten entwickelte man aber zu wenig Druck auf die Gegnerische Deckung.  Teilweise konzeptlos nahm man sich unvorbereitete Würfe, die für den Gegner keine große Herausforderung darstellen. Dennoch konnte Petterweil kein Kapital daraus schlagen. Dies ist insbesondere Keeper Sven Schiebeler zu verdanken, der etliche freie Bälle parieren konnte und so oft die Fehler seiner Vorderleute ausbügelte. Dies schien ein Weckruf für die Kasteler gewesen zu sein. Denn in den folgenden Minuten wurden die Vorgaben von Trainer Kalli Klein besser umgesetzt, man ließ den Ball besser durch die eigenen Reihen laufen und auch der Abstand zur Abwehr passte nun, sodass die Rückraumschützen mehrfach einnetzen konnten. Nach 18 Minuten konnte an sich eine 5:9 Führung erspielen. Leider häuften sich die Fehler in der Deckung, weshalb man sich mehrfach in Unterzahl befand. Zwar konnte Keeper Finger einen Strafwurf parieren,  dennoch schaffte es Petterweil bis zur Halbzeit auf 11:12 zu verkürzen.

Die zweite Halbzeit begann genauso, wie die erste aufhörte. Es war eine von beiden Seiten schwach geführte Partie, die geprägt von einer hohen Anzahl technischer Fehler und Fehlwürfe war. Nach einigen Minuten konnte Petterweil die Führung übernehmen. Insbesondere vom linken Rückraum sowie dem Kreisläufer ging in dieser Phase die meiste Gefahr aus. Kastel drohte die Partie zu entgleiten. Doch wieder einmal konnte man sich bei seinen beiden Torhütern bedanken. Finger konnte noch insgesamt zwei Siebenmeter parieren, wodurch Kastel in Schlagdistanz blieb. Zehn Minuten vor dem Ende war die Partie beim Stand von 20:20 völlig offen. Sieben Minuten vor dem Ende schien die Partie fast schon zugunsten der Petterweiler entschieden zu sein. Nachdem Fabian Hohmann seine dritte Zeitstrafe kassierte, netzte der Gegner zum 23:20 ein. Im darauffolgenden Time-Out schwörte Kalli Klein seine Mannen noch einmal ein, zumindest die letzten Minuten noch einmal an die Grenzen zu gehen. Und das taten sie. In der Abwehr schaffte man es die Achse zwischen Rückraum links und Kreisläufer konsequent zu verteidigen. Im Angriff spielte man geduldig bis zur klaren Chance, sodass man zwei Minuten vor dem Ende den 23:23 Ausgleich erzielen konnte. Kastel konnte den Ball erkämpfen und im folgenden Angriff knapp eine Minute vor dem Ende den 23:24 Führungstreffer erzielen. Nun galt es einen Angriff zu überstehen. Und wie sollte es anders sein, so war es an Sven Schiebeler, der den letzten freien Wurf des Gegners parieren konnte und Kastel in Ballbesitz brachte. Kurz vor dem Schlusspfiff konnte der Treffer zum 23:25 Endstand erzielt werden.

Auch wenn Kastel heute keine gute Leistung darbot, so war man in den letzten Minuten hoch fokussiert und konnte so wichtige Punkte für das Ziel Klassenerhalt sammeln.

TG Kastel: Finger, Schiebeler; Jezidzic (7), S. Fischer (1), Hohmann (1), Holtkötter (7), Panzer (4), Krause,T. Fischer (3), Büscher (1), Hartmann, Schult (1), Munck, Dankelmann

(Tobias Fischer)

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