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Kastel verliert nach stärkster Saisonleistung 32:31 beim TuS Dotzheim

Es war ein Derby, das alles bot: Führungswechsel, Emotionen und ein Außenseiter, der knapp an der Sensation vorbei schlitterte. So musste sich Kastel nach zwischenzeitlicher sechs-Tore Führung dem Tabellenführer knapp mit 32:31 (17:15) geschlagen geben, lieferte jedoch die beste Leistung seit langem ab.

Zu Beginn der Partie wurde dem verstorbenen sportlichen Leiter der TuS Dotzheim, Hans-Dieter Großkurth, gedacht, der vor knapp zwei Wochen im Alter von 68 Jahren verstarb. Mit dem Anpfiff versuchten beide Mannschaften, sich wieder auf das sportliche zu konzentrieren. Den ersten Treffer der Partie verzeichneten die Gäste. Doch schon nach wenigen Minuten deutete der Gastgeber seine individuelle Klasse an und bestrafte die Kasteler Fehler eiskalt. Bereits beim 5:2 sah sich Coach Kalli Klein zu einer Auszeit gezwungen. Doch die geplanten Umstellungen konnten zunächst nicht umgesetzt werden. Eine Zeitstrafe gegen Kastel wurde von den Dotzheimern genutzt, um die Führung weiter auszubauen. Insbesondere Schubert ließ in dieser Phase seine individuelle Klasse aufblitzen. Nach einer weiteren Zeitstrafe und dem nun zwischenzeitlichen 14:6 Rückstand bahnte sich aus Kasteler Sicht ein Desaster an. Doch in den folgenden Minuten fingen sich die Gäste wieder. Die Manndeckung gegen Schubert zeigte Wirkung, sorgte vor allem in der eigenen Deckung für Erfolgserlebnisse und schnelle Ballgewinne. Über einfache Gegenstoßtore und konzentriert abgeschlossene Angriffe konnte man den Rückstand Tor um Tor verringern. Nun konnte Kastel eine Überzahlsituation zu seinen Gunsten nutzen. Vier Tore in Folge und plötzlich war man wieder im Spiel. Der spielerische Vorteil war nun auf Kasteler Seite und mit dem Halbzeitpfiff konnte Krause den Ball zum 17:15 Halbzeitstand in Tor unterbringen.

Auch in Halbzeit zwei fand Dotzheim kein Mittel gegen die Kasteler Deckung. Ohne Schubert wirkte der Gastgeber ideenlos. Ein ums andere Mal kam Kastel zu schnellen Ballgewinnen und zeigte sich in dieser Phase besonders treffsicher. Und so ging Kastel in der 37 Minute beim Stand von 19:20 erstmalig in Führung. Kastel brannte in den folgenden zehn Minuten ein wahres Handball Feuerwerk ab. Die zahlreich mitgereisten Fans peitschten ihre Mannschaft nach jeder gelungenen Aktion nach vorne, man schloss im Angriff variabel über mehrere Positionen ab und war für den Gegner nur schwer ausrechenbar. Ob eine einfache oder auch eine doppelte Manndeckung, man fand immer die passende Antwort. Beim Stand von 22:28 für Kastel deutete alles auf eine Überraschung hin.

Doch Dotzheim kam zurück in die Partie. Hierbei glänzten sie nicht mit spielerisch durchdachten Aktionen, sondern griffen auf ein Mittel zurück, das man eher noch aus E-Jugend Zeiten kennt: Freiwurf im Zentrum, Doppelblock, und Schubert hinten dran. Was hier sehr simpel klingt, stellte sich als nicht zu lösende Aufgabe heraus. Schubert machte sich seine individuelle Klasse zu Nutze und netzte ein uns andere Mal ein. Obwohl man deutlich sichtbar nun ohne Körperkontakt verteidigte, wurde den Gastgebern immer wieder in aussichtsreicher Position ein Freiwurf zugesprochen. Kastel versuchte mit allen Mitteln dagegen zu halten, ließ in dieser wichtigen Phase aber zahlreiche Großchancen ungenutzt und agierte nicht clever genug. Als der Gegner in der 59 Minute erstmals wieder in Führung ging und kurz darauf den Treffer zum 32:30 nachlegte, schien die Partie entschieden. Doch Kastel erzielte 30 Sekunden vor dem Ende einen Treffer und kam noch einmal in Ballbesitz. Doch leider kam man nicht mehr in aussichtsreiche Wurfposition und verlor am Ende denkbar knapp mit 32:31.

Ein Punktgewinn wäre mehr als verdient gewesen. Doch Kastel kann mehr als stolz auf diese Leistung sein und brachte den Tabellenführer mächtig ins Wanken. Auch wenn erneut kein Sieg zu Buche stand, zeigt die Formkurve weiter nach oben und man wird im kommenden Heimspiel gegen Eppstein alles daran setzen, diesen positiven Trend fortzusetzen. Ein dank geht auch noch einmal an die zahlreich mitgereisten Fans, die ihr Team tadellos unterstützt haben.

TG Kastel: Finger, Schiebeler (im Tor); S. Fischer, Hohmann (2), Holtkötter (6), Panzer (5), Krause (2), Grzeschik (2), T. Fischer (12/4), Büscher (2), Hartmann, Reese, Munck

(Tobias Fischer)

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